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  von Kathrin Witsch  
 
 
 
 
 
 
 
Freitag, 9. November 2018
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
 
 
 
 
Anfang November legte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den lange erwarteten Entwurf eines Energiesammelgesetzes vor, und der hat es in sich – besonders beim Thema Solarstrom. Hier sollen die Fördersummen um 20 Prozent gekürzt werden. Bisher werden Solaranlagen auf Gebäuden bis einschließlich einer installierten Leistung von 750 Kilowatt-Peak mit 10,68 Cent pro Kilowattstunde gefördert – zum 1. Januar 2019 soll es nur noch 8,33 Cent pro Kilowattstunde geben.
 
 
 
 
 
 
 
8,33
 
Auf 8,33 Cent pro Kilowattstunde-Peak soll laut eines Gesetzesentwurfs ab kommendem Jahr die Förderung von Solarstrom gekürzt werden.
 
 
 
 
 
 
 
Die Reaktion aus der Solarbranche kam prompt: Das sei nichts anderes als ein „Anschlag auf die Energiewende“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft, Carsten Körnig. Eine so hohe Förderkürzung mit so kurzer Vorwarnung greife tief in die Planungssicherheit der Handwerksbetriebe ein. Das sei genau das falsche Signal. Ist es das?
 
 
 
 
 
DER KUNDE WIRD ZUM ERZEUGER

Am Donnerstag stellte Lichtblick-Gründer Heiko von Tschischwitz das neue Produkt seiner Firma Enyway vor. Mit „Change“ (zu dt. Veränderung) verspricht er seinem Kunden nicht nur Ökostrom, sondern macht ihn gleich zum Erzeuger. Für wenig Geld kann man ein Stück der Solaranlage pachten, den dort erzeugten Strom „ernten“ und den Rest zum Selbstkostenpreis zukaufen. Es ist eine Mischung aus Crowdfunding, Direktstromvertrag und Blockchain-Technologie – also alles, was das moderne Ökoherz höherschlagen lässt.
 
 
 
 
 
Im Prinzip beteiligt sich der Kunde für einen monatlichen Festbetrag an der Finanzierung eines Solarparks, und so hat Enyway die Kosten für den Bau der Anlage schon mal drin. Einkünfte sollen über Service und eine kleine Marge am Verkaufspreis kommen, ganz ohne staatliche Förderung. Und das Konzept könnte aufgehen, denn Solarstrom ist schon heute mit die günstigste Stromquelle. Die Preise für Photovoltaikmodule und Anlagen sind in den vergangenen Monaten stark gesunken. Dafür gesorgt haben ein anhaltendes Überangebot im Weltmarkt und das Auslaufen von Anti-Dumpingzöllen der EU auf chinesische Photovoltaikmodule.
 
 
 
 
 
Anstatt darauf zu warten, dass etwas für sie entschieden wird, um sich anschließend darüber lauthals zu beschweren, sollte die deutsche Solarindustrie anfangen, selbst Entscheidungen zu treffen. Auch und vor allem, um sich endlich aus der Abhängigkeit der Politik zu befreien.
 
 
 
 
 
Enyway setzt mit seinem Produkt ein Statement. Wenn es funktioniert, wäre das ein Durchbruch. Und definitiv das richtige Signal.

Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
 
 
 
 
 

Unterschrift, Kathrin Witsch, EB, Energie, Briefing, Signature
Kathrin Witsch
Redakteurin im Ressort Unternehmen und Märkte
 
 
 
 
 
 
 
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Quelle: Handelsblatt
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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